Kostenträger

Zi zum Lagebericht von MVZ im Jahr 2017

Aus einer erst gerade veröffentlichten Untersuchung des Zentralinstituts für die kassenärztliche Versorgung (Zi) geht hervor, dass Medizinische Versorgungszentren, kurz MVZ, im Jahr 2017 überwiegend wirtschaftlich profitabel gearbeitet haben. Das Zi hat in Zusammenarbeit mit der Kassenärztlichen Bundesvereinugung (KBV) und dem Bundesverband MVZ (BMVZ) für die Analyse 212 MVZ von Ende Dezember 2017 zugelassenen 2.827 MVZ befragt. Dabei unterscheidet sich ein MVZ nach seiner Trägerschaft. Demnach gab es 36 Prozent, die von Vertragsärzten betrieben wurden, der Rest entfällt auf Trägerschaften aus Krankenhäusern (50 Prozent) und Kommunen oder Kombinationen dieser. Befragt wurden die Verantwortlichen der MVZ danach zwischen Januar und März 2019 online. Die wirtschaftliche Situation war damals als recht gut zu bezeichnen, denn 75 Prozent der Befragten schätzten ihre Lage als (eher) gut ein. Vor allem MVZ, die vertragsärztlich geführt wurden, arbeiteten mit 84 Prozent mehrheitlich profitabel. Die Gesamtsituation bei den von Krankenhäusern und Kommunen Getragenen sah dagegen schlechter aus; hier befanden sich nur 47 Prozent in der Gewinnzone. Bei MVZ muss zudem unterschieden werden, welche fachübergreifenden Versorgungsangebote hauptsächlich zur Verfügung standen. Durchschnittlich boten MVZ damals 3,6 verschiedene Fachrichtungen- und abteilungen an. Unter den nicht-vertragsärztlich geführten MVZ gab es beispielsweise mit sieben Prozent nur von Hausärzten betreute MVZ. 50 Prozent waren in dieser Kategorie im fachärztlichen Versorgungsbereich angesiedelt und 41 Prozent hatten Hausärzte beschäftigt, aber eben nicht nur. Die Analyse ergab auch, dass bei den vertragsärztlich geführten Einrichtungen hingegen 46 Prozent nur von Hausärzten betrieben wurden. Auch steigt der Anteil von Ärztinnen und Psychotherapeutinnen der Untersuchung zufolge weiter, denn im Schnitt hatte jedes MVZ vor fast vier Jahren sieben Frauen beschäftigt, mit weiter steigender Tendenz. Krankenhaus und Kommunen hatten zudem im Schnitt acht angestellte Ärzte, während in von Vertragsärzten geführten MVZ nur fünf angestellte Ärzte arbeiteten. Vertragsarzt-MVZ hatten dafür mehr angestelltes Personal des nicht-ärztlichen Bereichs mit 18 Beschäftigten. In anderen Trägerkombinationen waren nur elf Beschäftigte dieser Kategorie angestellt.

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